Hallo Lenka und Tomáš,
der Mond ist von Vollmond zu Vollmond gewachsen, und ich habe mich daran erinnert, wie ich in seinem Schein aus dem Heiligtum getreten bin.
Ich trage immer noch Dankbarkeit in mir für alles, was ich beim Dunkelretreat gewonnen und gefunden habe, und auch für das, wovon mich die Dunkelheit befreit hat.
Nach dem Dunkelretreat fühle ich mich so wie noch nie zuvor.
An meinen Gefühlen hat sich in diesem Monat nichts geändert.
Die gewöhnliche Dunkelheit, die früher manchmal auch unheimlich und unberechenbar sein konnte, ist jetzt samtig. Sie ist zu einer Freundin geworden.
Für immer werden die Sonnenstrahlen ein bisschen anders scheinen, denn nicht nur auf die Oberfläche des Körpers, sondern auch in sein Inneres.
So wie an jenem Morgen über Lomec.
Interessant ist auch, was sich nach meiner Rückkehr gezeigt hat. Meine Umgebung hat die Veränderung bemerkt.
Sie rätseln, worin ich anders bin. Sie sagen, ich lächle irgendwie anders, wie von innen heraus. Dass man eine Gelassenheit spürt, die sie mit mir teilen können.
Einfach so. Wie ist das möglich? Sie wissen es nicht.
Ich weiß es und sage es nicht.
Liebe Grüße an euch und noch einmal danke
Týna


