Hallo,
ich bin wohl kein großer Schreiber und glaube nicht , dass ich etwas zustande bringe, was ihr auf eure Website stellen wollt… 😉 Aber ich schreib euch trotzdem was, macht damit, was ihr wollt… 😀
Ich war schon zum zweiten Mal bei euch im Dunkeln
Das erste Mal war im Oktober 2016. Damals war das für mich so eine Art Mutprobe, ob ich das überhaupt aushalte. Ich hab viel Sport gemacht und vor allem mit der Langeweile gekämpft. Ein paar Einsichten in mich selbst hab ich dort schon gewonnen, aber umsetzen konnte ich sie nicht. Der Alltag hat mich wieder irgendwie zermahlen…
Jetzt hat sich vieles verändert
Diesmal war es ganz anders. Seit Dezember 2017 bin ich auf meinem spirituellen Weg, interessiere mich für Schamanismus, meditiere ein bisschen. Ich versuche, in der Gegenwart zu leben (das geht ziemlich zäh 😀 ), und verabschiede mich langsam vom Konsumleben. Permakultur und nachhaltiges Leben überhaupt sprechen mich sehr an.
Ich wusste genau, wofür ich in die Dunkelheit gehe
Ich wusste, wofür ich in die Dunkelheit gehe, was ich klären und durchdenken will, wofür ich im normalen Leben keinen Kopf habe. Ich bin zu mehreren grundlegenden Lebensentscheidungen gekommen und nach und nach gelingt es mir, sie umzusetzen. Die Beziehung zu meiner Frau ist viel fester geworden, ich habe verstanden, was sie von mir erwartet und nicht bekommt, und daran arbeite ich jetzt viel. Und es klappt!
Ich hänge nicht mehr so an Dingen
Ich habe angefangen, in mir und um mich herum aufzuräumen, und übe mich darin, nicht an Dingen zu hängen.
Was den Aufenthalt bei euch selbst angeht, war der größte Unterschied zu 2016 für mich vor allem das Essen. Damals hatte ich Rohkost, und noch lange nach dem Aufenthalt hab ich an Lenča gedacht… Mmmh 🙂
Nur das Essen hat mir diesmal nicht so geschmeckt…
Diesmal hat es mir wohl nur am Sonntag geschmeckt und dann alle Desserts, eigentlich wohl alles, was Léňa gemacht hat. Die Person, die für euch kocht, denkt wahrscheinlich, vegetarische Küche ist alles, wo kein Fleisch drin ist. Was man womit kombinieren kann und was nicht, wird nicht groß beachtet. Manchmal kam ich mir vor wie im Märchen vom Hündchen und Kätzchen, die einen Kuchen aus allem backen. Nach einem Essen lag mir so ein Felsbrocken im Magen, dass ich ihn, wäre es nicht dunkel gewesen, rausgebracht hätte. Wenn ich also nochmal zu euch komme, mach ich es auf jeden Fall als Fasten, nur mit Wasser. (Es sei denn, Lenča kehrt an den Herd zurück 😉 )
Nach ein paar Tagen hab ich außerdem gemerkt, dass es mich ziemlich stört, dass ich viel daran denke, was Tomáš bringt und wann er kommt. Ich kam mir vor wie ein Tierchen im Stall, das nach dem Bauern Ausschau hält. 🙂
Diesmal hab ich sogar den Sonnenaufgang gesehen
In der Hütte war es schön, ich war sogar froh, dass die Klimaanlage nicht funktioniert hat. Das gelegentliche Klicken im Heizkörper war mir lieber. Diesmal hatte ich sogar das Glück, am Samstag den Sonnenaufgang zu sehen, auch wenn ich dabei ganz schön durchgefroren bin.
Also, so viel dazu. Macht’s alle gut dort. Ich wünsch euch viel Erfolg und Glück, vielleicht ja auch noch ein paar Kinder? Ihr seid genau die Art Menschen, die sich vermehren sollten… 😀
In Liebe, Martin


