Im Voraus entschuldige ich mich für mein Tschechisch.
Über die Dunkeltherapie habe ich vor ein paar Jahren einen Artikel im Internet gelesen und der Gedanke hat mich gereizt. Dort stand, dass es das in Deutschland gibt. Aber extra habe ich nicht gesucht, ob es das hier in Tschechien gibt, und zufällig auf der Website von einem Bekannten einen Link zu eurer Website gesehen.
Ich habe dort die Infos gelesen und wollte schon ausprobieren, wie das ist. Und dann habe ich einen Termin über Weihnachten für 1 Tag gebucht. Und weil ich ziemlich lange vorher wusste, dass ich nur 1 Tag dort bin, habe ich mir irgendwie geplant, was ich dort machen werde.
Als ich angekommen bin, hat mich schön ein Hündchen begrüßt und dann sind wir ins Heiligtum gegangen.
Zum Dunkelretreat ins Heiligtum
Es war so um Mittag. Bevor das Licht ausgemacht wurde, habe ich nach dem Abendessen gefragt, und Tomáš hat mir gesagt, dass er etwas Obst bringt. Und nicht lange danach hat er es gebracht. Aber in der Zeit war schon dunkel und ich habe, ich weiß nicht warum, entschieden, dass ich probiere, nichts zu essen bis morgen früh und nur Wasser zu trinken. Wirklich, aus dem Hahn dort fließt so ein weiches und leckeres Wasser, wie ich es bis dahin im Leben nie getrunken habe. Also habe ich getrunken und bin eingeschlafen. Nach meiner Meinung habe ich so 1-1,5 Std. geschlafen. Und als ich aufgewacht bin, habe ich angefangen zu machen, was ich geplant hatte. Verschiedene Übungen und Meditation. Dann bin ich wieder eingeschlafen, nicht lange. Dann nach dem Aufwachen kamen mir Gedanken, welche Information für mich nützlich sein wird und was ich danach lesen soll. Dann habe ich eine Zeit lang nur gesessen und mich selbst beobachtet. Und es war ein interessantes Gefühl in der Dunkelheit und Stille. Jetzt wird mir bewusst, dass man so ein Gefühl im Alltag schwer bekommt. Immer hast du irgendwelche Geräusche oder Licht. Ich wusste nicht, wie spät es ist und wann der Aufenthalt zu Ende geht. Also habe ich noch mehrmals abgewechselt: Schlaf , Übungen und mich selbst beobachten. Ich hatte meine Aufgaben erledigt und habe schon angefangen zu probieren, herauszufinden, wie spät es ungefähr ist, aber umsonst. Und genau dann hat Tomáš an die Tür geklopft, dass es schon Zeit ist, rauszugehen.
Danach habe ich die Information gefunden, die mir beim Dunkelretreat eingefallen ist, und verstanden, in welche Richtung ich mich weiterentwickeln soll. Es ist zwar noch nicht viel Zeit vergangen, aber es gibt schon Ergebnisse, über die ich mich freue.
Also alle nötige Information ist im Kopf, aber weil man sich im Alltag normalerweise nicht so sich selbst widmet und sich nicht so viel Zeit für sich nimmt, gräbt man sich in die Routine ein und lebt nicht ganz sein eigenes Leben.
Und diese wichtige Information wartet, bis man zu ihr kommt, nachdem man Rechnungen, Arbeit, Beziehungen in der Arbeit und Familie usw. erledigt hat. Also im Grunde nie ☺.
Das Dunkelretreat war eine interessante Erfahrung
Zum Schluss schreibe ich, dass es eine sehr interessante und gute Erfahrung ist, oder man kann auch sagen ein Erlebnis. Und vor allem ist es wirklich wie eine Therapie, die im Leben hilft. Wer noch zögert, dem kann ich nur empfehlen, eine von den richtigen Entscheidungen im eigenen Leben zu treffen und es zu machen. Und was die Länge vom Aufenthalt angeht, das ist individuell.
Danke an Tomáš und Lenka und alle, die an diesem Projekt und am Bau der Heiligtümer mitgemacht haben.
Andrej


