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Václav – Aus dem Dunkelretreat nehme ich ein großartiges Erlebnis mit

Ich grüße dich, Tomáš, und dich, Lenka.

Anfang Juli 2018 war ich bei euch zu einem fünftägigen Dunkelretreat und habe versprochen, ein paar Sätze zu meinen Eindrücken zu schreiben…

Auf das Dunkelretreat habe ich mich sehr gefreut

Man könnte es als eine Verbindung von Neugier (wie wird es wohl sein?) und dem Bedürfnis nach einer gewissen Erholung beschreiben – in Form von „Abschalten“ oder einer deutlichen Einschränkung der Reize und Einflüsse von außen. Auf diese „Vorfreude“ hatte auch der Eindruck aus dem Buch Tvary tmy von Pavlína Brzáková und Jaroslav Dušek Einfluss.

Nachdem abends das Licht aus war, kam ich innerhalb von etwa zwei Stunden (es kam mir fast schnell vor) in einen angenehmen Zustand der Beruhigung bis hin zur Glückseligkeit. Ich war sehr gespannt, wie mein Schlaf sein würde. Wichtig war, dass er sich nicht wesentlich vom Schlaf zu Hause unterschied. Keine Albträume, keine Schlaflosigkeit.. Manchmal heißt es auch, dass man die ersten drei Tage im Dunkeln verschläft. Das war bei mir auch nicht der Fall. Mein Schlaf war offenbar erholsamer (dank Stille und Dunkelheit), ich bin wohl früher eingeschlafen als sonst, und auch das Aufwachen muss früh gewesen sein…

Was das Essen angeht, war ich über alle Maßen zufrieden. Ich habe alle Geschmäcker genossen, sowohl das warme Essen (Suppe und Hauptgericht) und den Nachtisch (jedes Mal ein anderer, aber immer guter,  nicht zu süßer Kuchen) als auch Obst und Gemüse, die eine Freude waren. Das Essen war wohl vegan, was mir dort nicht weiter wichtig war, es hat mir einfach geschmeckt.
Die Zeit habe ich reichlich zum Üben genutzt. Vor allem ein paar sich wiederholende Yogahaltungen + Liegestütze und Dehnen mochte ich sehr. Auch Singen, Trommeln und rhythmisches Klopfen mit den Händen auf verschiedene Körperstellen brachten mich in einen angenehmen Modus.

Die Tage im Dunkeln vergingen recht langsam, und die letzten zwei Tage habe ich mich sehr auf das Erlebnis gefreut, aus dem Dunkel „hinauszugehen“… Und ich kann sagen, das ist ein wunderschönes Erlebnis!

Wie ist mein Gesamteindruck? 

Der insgesamt gute Eindruck vom Dunkelretreat beruht darauf, dass mein Bedürfnis nach Alleinsein (dem Luxus des Alleinseins!) erfüllt wurde, und auch auf dem bewussten Zwang zum Nichtstun, den ich ebenfalls sehr positiv bewerte.

Dafür möchte ich Tomáš und Lenka Roud danken. Ihr macht das gut!! Macht weiter, lasst nicht nach 🙂

Mit herzlichen Grüßen

Václav

Eliška – Wichtig ist, sich nicht gegen die Dunkelheit zu wehren

Das Dunkelretreat war für mich eine interessante Erfahrung, nächstes Mal würde ich statt 2 Tagen eine Woche wählen. Die Dunkelheit war angenehm, ganz weich, alles durchdringend. Ich habe mich überraschend schnell an sie gewöhnt, mich nicht gegen sie gewehrt und das Zeitgefühl verloren. Es war befreiend für mich – nichts hinterherzujagen, einfach nur zu sein und meinen Körper zu spüren.

Als mein Retreat zu Ende war, ging ich mir den Sonnenaufgang ansehen. Er war wunderschön und ich spürte tiefe Dankbarkeit. Während des Retreats ist mir bewusst geworden, wie wichtig es ist, sich nicht gegen die Dunkelheit zu wehren, wenn sie uns besuchen kommt, sondern ihr stattdessen zu danken. Wie sonst könnten wir dann das Licht zu schätzen wissen? 🙂

Ich wünsche euch schöne Herbsttage, voller Vielfalt und Liebe

Eliška

Ondřej – In der Dunkelheit bin ich meiner eigenen Seele begegnet

Ich wollte meine Grenzen kennenlernen 

Als ich mich für ein Dunkelretreat bei Tomáš und Lenka entschied – wozu auch ein wundersames Zusammentreffen von Umständen viel beigetragen hat –, versuchte ich, mich auf alle möglichen Varianten dessen vorzubereiten, was passieren könnte. Da mir bewusst war, dass auch Dinge geschehen können, an die ich nicht einmal denken würde, legte ich mir schon im Voraus eine einzige grundlegende Bedingung fest. Ich sagte mir: Selbst wenn ich an mir selbst verrückt werden sollte, selbst wenn ich mich danach sehnen würde, den Aufenthalt abzubrechen – ich tue es nicht. So entschlossen war ich, meine Grenzen kennenzulernen und mich wirklich so zu erleben, wie ich bin. So ausgerüstet machte ich mich auf den Weg.

Vor dem eigentlichen Gang in die Dunkelheit wurde ich natürlich sehr herzlich empfangen, aber ich gebe zu, dass ich die Ereignisse der Außenwelt eher am Rande wahrnahm. Ich war neugierig und freute mich auf mein großes inneres Abenteuer. Nachdem ich mich mit der Hütte, in der ich die nächsten sieben Tage verbringen sollte, vertraut gemacht und den Raum mit den Augen abgetastet hatte, verabschiedete ich mich von Tomáš. Und obwohl ich vorhatte, noch etwa fünf Seiten eines Buches fertig zu lesen, bevor ich in die Dunkelheit eintauche, löschte ich voller Erwartung und Ungeduld sofort das Licht.

Und so begann mein Dunkelretreat

Das war es. Gleich zu Beginn war wohl das Bewusstsein, dass die Dunkelheit mir in den nächsten Tagen die einzige Gesellschaft leisten würde, der Auslöser dafür, dass ich sie nicht als Dunkelheit wahrnahm, in die ich eingetaucht oder in der ich verloren war, sondern als lebendiges Wesen – als wäre sie das einzige andere Geschöpf, das den Raum mit mir teilte. Und genauso begegnete mir auch die Dunkelheit selbst. Die ersten Schritte unseres Kennenlernens waren freundlich, zärtlich. Und mich überraschten gleich zwei Dinge.

Ich war vorbereitet

Erstens war ich auf Angst vorbereitet, auf Bedrückung, auf Sorgen, darauf, wie ich mir selbst begegnen würde, wie ich zusammen mit meiner ganzen Umwelt auch den Sinn aus den Augen verlieren würde. Ich war bereit, meinen schlimmsten inneren Dämonen und Ängsten zu begegnen. Denn das verbinden wir gewöhnlich mit der Dunkelheit. Gespenster, böse Geister, Monster unter dem Bett, Leichen im Keller, das Unvorstellbare, die Leere. Und stell dir vor: In den ersten zwei, drei Tagen geschah nichts dergleichen.

Ich war, nichts weiter

Ich saß da, bereit, allem Schrecklichen zu begegnen, was aus der Dunkelheit auf mich zukommen könnte, saß und wartete, und es geschah überhaupt nichts. Ich war einfach. Das wurde später noch intensiver, und genau diese Tatsache war eines der schönsten Dinge, die ich aus der Dunkelheit mitgebracht habe. Plötzlich war da nichts. Es gab nichts, wovor ich Angst haben, nichts, worüber ich mir Sorgen machen musste. Da war nur ich. Und noch dazu gleich am Anfang befreit von meinen Vorstellungen, Gedanken und Erwartungen.

Die Dunkelheit war nicht leer.

Da war nicht nur sie. Sie war voll von mir. Aus ihr konnte nichts kommen, was nicht aus mir kam. Und was auch immer aus mir käme, ich war entschlossen, es kennenzulernen, zu verstehen und anzunehmen. Vor allem aber begann ich zu erkennen, was dieses „aus mir“ eigentlich wirklich ist.

Ich habe das Gefühl, dass damit eine Art Spiel begann, bei dem sich nach und nach, ganz langsam, all meine Erwartungen lösten und von mir abfielen. Obwohl sich einige Themen einstellten (andere als die, die ich geplant hatte) und die Arbeit an mir selbst sehr spannend war, kam erst nach etwa drei Tagen ein deutlicher Wendepunkt.

Die Dunkelheit führte mich nach innen

Als hätte mich die Dunkelheit zuerst beruhigt, gewartet, bis ich meine Schutzmauern einreiße, und erst im Gefühl völliger Sicherheit begonnen, mich auf mutigere Reisen mitzunehmen. Alle diese Reisen führten in mein Inneres, irgendwohin hinter mich, hinter das körperliche Wesen, als das ich anderen erscheine und das ich bis dahin kannte. Aus Mangel an äußeren Eindrücken begann sich mein Verstand zu langweilen, er wurde ruhig, bis meine Gedanken fast ganz verstummten.

Dann begann die Reise nach innen. Das menschliche Bewusstsein muss schauen, wahrnehmen, erkennen. Und wenn du um dich herum nichts hast, was es zu erkennen gibt – ohne die Flut an Erscheinungen, Druck, Vorstellungen und Bedürfnissen deiner Umgebung –, dann wirst du ruhig, und plötzlich öffnet sich die Tür zu deinem inneren Sein.

Es war metaphysisch und wunderschön. Erst in der Dunkelheit hatte ich, vielleicht zum ersten Mal, seit ich auf dieser Welt den ersten Atemzug getan habe, wirklich Raum, ich selbst zu sein. Bis dahin war ich mir selbst begegnet, hatte mich kennengelernt, aber nie konnte ich mich wirklich erkennen. Mir fehlte ein großer Teil, der Teil, der immer bei mir war, dieser große Teil, in den ich jeden Tag eingetaucht bin, so automatisch, dass ich ihn fast nicht mehr klar wahrnahm, obwohl ich mir seiner bewusst war. Ich wusste einfach irgendwie automatisch von ihm, aber ich erlebte ihn nicht mehr so intensiv.

In der Dunkelheit bin ich meiner eigenen Seele begegnet

und habe entdeckt, wie viele Schätze sie für mich bereithält, wenn ich ihr mehr zuhören und mich mehr solchen Momenten wie diesem widmen würde. Als hätte die Dunkelheit es möglich gemacht, meine umherschweifende Aufmerksamkeit zu mir zurückzuholen. Nicht zu dem Wesen, das in verschiedenen Beziehungen und Mustern funktioniert, sondern zum Wesenskern meiner selbst. Zum reinen Hiersein.

Es ist besser, es „am eigenen Leib“ zu erleben 

Ich könnte hier den ganzen Aufenthalt beschreiben, mit allen Erlebnissen und Dingen, die sich mir offenbart haben. Vielleicht ergänze ich diese kurze Beschreibung noch. Aber ich glaube, es ist viel besser, es am eigenen Leib zu erleben. Ja, es kamen auch zwei schwierige oder schwerere Momente. Doch bei allem half immer die Gegenwart. Man musste einfach irgendwie zu ihr zurückfinden, und das war ein sehr gutes Training. Diese Momente kamen daher, dass mein Verstand oder meine Seele sich woanders aufhielten als dort, wo ich gerade war. Genau diese Verankerung in der Gegenwart war einer der größten Gewinne, wenn auch bei Weitem nicht der tiefste und schönste. Diese Momente kamen genau zum richtigen Zeitpunkt, erst als ich volles Vertrauen in die Gegenwart und in mich selbst gewonnen hatte.

Ich würde es wieder tun

Ich würde die Dunkelheit gern irgendwann wiederholen, vielleicht sogar für zwei Wochen. Es hängt wohl vom Einzelnen ab, aber wenn du dich selbst kennenlernen willst, dann wisse, dass die äußere Welt, durch die wir uns kennenlernen, immer noch da ist. Es ist gut, auch die innere kennenzulernen und sich bewusst zu machen, wer es eigentlich ist, der diese äußere Welt erkennt. Wenn du ein bestimmtes Thema lösen willst, kann dich die Dunkelheit überraschen. Ohne äußere Stütze für deine Vorstellungskraft führt sie dich nämlich nicht dorthin, wo du das Problem vermutest, sondern zeigt dir den Ort, an dem das Problem wirklich liegt – und plötzlich weißt du mit völliger Gewissheit, dass es tatsächlich an etwas anderem lag, als du gedacht hast.

Wenn du erkennen willst, woher deine Inspiration kommt, kannst du die Verbindung mit einer unerschöpflichen Quelle erleben, mit der du in deinem eigenen Wesen eins bist – und das ist großartig, wenn du kreativ bist.

Was ist an der Dunkelheit am schwersten?

Am schwersten an der Dunkelheit ist wohl die Rückkehr ins Licht. Die Dunkelheit, das Verweilen bei sich selbst und in sich selbst, ist leichter als das Licht, leichter, als der Welt da draußen zu begegnen. In der Dunkelheit bist das wirklich du. Du versteckst dich hinter keiner Rolle. Draußen spürst du dann, wie du wieder die Bühne betreten hast, auf der sich nur manche bewusst sind, dass sie eigentlich spielen.

So wie Tag und Nacht einander abwechseln, ist es gut, sich selbst im Licht und in der Dunkelheit zu erleben. Sich von beiden Seiten kennenzulernen und zu sehen, dass dort drinnen ein ganzes großes Universum zum Erkennen und Entdecken ist. Ich bin sehr froh über diese Erfahrung. Vielleicht würde ich mir jetzt im „echten Leben“ nur mehr Gelegenheiten und Raum wünschen, in mich hineinzuschauen, und nicht meine ganze Energie fast ständig auf die Dinge um mich herum richten zu müssen. Denn bei jedem Aufenthalt, auch bei dem in der Dunkelheit, sollte man sich bewusst machen, dass es vor allem ein Aufenthalt in sich selbst ist. Dass all das um mich herum und in mir ein Aufenthalt „in mir“ ist.

Aus tiefster Seele wünsche ich dir einen schönen Aufenthalt 🙂

Ondřej

Jana – dank der Dunkelheit habe ich mich selbst angenommen

Ich grüße euch,

ich muss sagen, seit meiner Rückkehr aus der Dunkelheit überlege ich, was ich euch schreiben soll. Mir scheint, dass alle Worte überflüssig sind. Was ich fühle, lässt sich nicht in Worte fassen, aber ich schicke es euch in Gedanken und glaube, dass ihr es auch spürt 🙂

Ich habe noch nie so eine vollkommene Dunkelheit erlebt.  Heutzutage, wo die Städte auch nachts leuchten, war das für mich ein Geschenk. Das gemütliche Heiligtum verwandelte sich, als das Licht ausging, schlagartig in einen unendlichen Raum. Obwohl ich den Aufenthalt früher beendet habe, was auch für mich sehr unerwartet war, habe ich viele Dinge verstanden und erkannt…

Eines von vielen Dingen, die mir die Dunkelheit gebracht hat, war so ein „kleiner Tod“ meines Egos… was ich erst nach meiner Rückkehr verstanden habe, und es hing mit dem früheren Ende des Aufenthalts zusammen. Ich habe auch mich selbst angenommen, ich habe vergeben, ich spüre, dass alles richtig ist, so wie es ist, ich erwarte nichts, lasse die Dinge fließen, wie sie sind, ich bin dankbar…. kurz gesagt: „Wie innen, so außen.“

Vielen Dank für die wunderschöne Erfahrung, und ich glaube, dass ich nicht zum letzten Mal bei euch im Dunkelretreat war.

In Liebe

Jana

Michal – nächstes Mal bleibe ich länger in der Dunkelheit

Hallo Tomáš und Lenča,

das Dunkelretreat bei euch war für mich absolut wunderbar. Ich habe die Dunkelheit in vollen Zügen genossen. Leider hatte ich den Aufenthalt nur für 5 Nächte gebucht, und als der letzte Abend kam, merkte ich, dass ich überhaupt nicht hinauswollte. So schnell ist es vergangen.. Ich weiß, dass ich nächstes Jahr ganz sicher für 7 bis 10 Nächte zu euch zurückkomme.

Die Hütte reicht für diese Art von Aufenthalt völlig aus. Das Bett, in dem man viel Zeit verbringt, fand ich perfekt. Der Platz in der Hütte ist ideal für Übungen, eine Yogamatte passt wunderbar hinein. Dusche und Toilette waren ebenfalls ideal und haben mir voll und ganz gepasst.

Das Essen war großartig, und gern denke ich an die süßen Nachspeisen zurück, die habe ich genossen… Obst gab es auch genug. Das Einzige, was ich beim nächsten Aufenthalt mitnehme, ist eine Schlafmaske: Wenn das Essen gebracht wird, kommt ein bisschen Licht in den Raum, was ich durch Augenschließen gelöst habe, aber das ist nur ein kleines Detail.

Ansonsten empfehle ich den Teilnehmenden, ein Musikinstrument mitzunehmen. Ich hatte eine kleine Trommel dabei, und sie hat mir sehr geholfen – einen Tag habe ich buchstäblich durchgetrommelt…

An den Aufenthalt bei euch werde ich mich immer nur mit Dankbarkeit, Demut und Liebe erinnern.

Danke, habt schöne Tage

Michal

Ivana – Dunkelretreat: Frieden, Demut, Geduld

Warum bin ich in die Dunkelheit gegangen? 

In die Dunkelheit bin ich gekommen, wenn ich so sagen darf, um Harmonie zwischen mir: dem Licht und meinem Körper zu finden… Leider erst ab einem bestimmten Abschnitt meines Lebens wird mir die Bedeutung meiner körperlichen Hülle bewusst, und dass sie es ist, die es mir erlaubt, hier und jetzt zu erleben und zu lernen.

Nicht immer gibt es zwischen meiner Seele und meinem Körper eine feste Verbindung, manchmal bewegen sie sich auf ganz verschiedenen Ebenen, vor allem unter Stress…, die Folge davon sind Schwäche, Krankheit….

Das ist im Moment mein Lernfeld. Ich glaube, was laut ausgesprochen wird, tritt in die Wirklichkeit ein. Deshalb entschuldige ich mich bei dieser Gelegenheit bei meinen Nachbarn in der Dunkelheit, denn manchmal musste ich aus voller Kehle brüllen und weinen.  Und auch lachen… ganz egal, zu welcher Uhrzeit…

Lebensbäume 

Ich wusste, und so kam es dann auch, dass ich dafür die Reinigungstechnik des Weißen Lichts nutzen würde, eine Energie, mit der man sich von den Zehen systematisch nach oben arbeitet, anfangs mechanisch. Konzentriert auf den Atem, dann übernimmt das Universum das Geschehen und lenkt das Drehbuch so, dass es mit der Entwicklung aller im Einklang ist…. es ist wichtig, sich bewusst gut in Mutter Erde zu verwurzeln (sonst kann es passieren, dass man abhebt und statt nach Hause nach Havlíčkův Brod fährt)

Ich bin im Einklang mit der Tatsache, dass wir Lebensbäume sind, miteinander verbunden (deshalb spiegelt uns die Umgebung, was wir gerade leben), unsere Wurzeln hängen mit dem Erdkern zusammen und unsere Krone mit dem Universum…

Der Baum des Lebens hat mehrere Tore, ich möchte das Tor der Menschen an der Stelle des Zwerchfells und das Tor der Götter an der Stelle des Halses erwähnen… wenn die Energie nicht frei nach unten und nach oben, nach oben und nach unten fließt, staut sie sich, und wir legen den Grundstein für Krankheiten.

Das Universum ist für mich etwas Selbstverständliches, erst vor Kurzem ist mir aber klar geworden, dass die entgegengesetzte Richtung genauso wichtig ist… das ist die Harmonie, die mir fehlt….

Ehrfurcht und Bewunderung

Gleich nach dem ersten Tag in der Dunkelheit  – riesige Ehrfurcht und Bewunderung für blinde Menschen.

Bewunderung und Ehrfurcht vor der Kraft und dem Lebenswillen der Menschen, die durch ein KZ gegangen sind… in einem Moment lag ich plötzlich auf einer harten Pritsche in gestreifter Kleidung, mir war kalt, ich hatte Hunger, knetete in der Tasche mein Brotkrüstchen für noch schlimmere Zeiten, aber irgendwie war ich bewundernswert stark, ohne Angst, mit dem Glauben an ein gutes Ende…

Worum ich gebeten habe, das habe ich am Ende bekommen…

Mein Verstehen ging durch den Körper, mit allen Folgen, die menschlich sind und nicht aufgezählt werden müssen 🙂 . Mit voller Wucht setzten sie ein, als ich die Tür der Hütte öffnete, ich habe etwas erlebt, was man einen Neustart nennt…

Zum Glück weiß mein Mann, worum es geht, er blieb ruhig und hat sich um mich gekümmert. Jetzt liegt es nur noch an mir, ob ich den Gewinn aus dieser Erkenntnis in mein Sein im Hier und Jetzt bringe.

Ich bin Pessimistin

Es war eine ziemlich schmerzhafte und überraschende Erkenntnis, dass ich das Glas nicht halb voll, sondern halb leer sehe, und wie das mein ganzes Sein beeinflusst, mein Planen, meine Reaktionen.

Ich dachte, das hätte ich längst im Griff…. sicher, auf bestimmten Ebenen schon, aber wir alle wissen, dass es unendlich viele Ebenen gibt… 🙂 Ich nehme diese Tatsache an und öffne damit die Tür dafür, dass es sich wandeln kann.

Erkenntnisse aus meinen Erlebnissen

In Träumen und auch aus der Dunkelheit bei vollem Bewusstsein tauchten längst vergessene Erinnerungen auf, auch unangenehme Erlebnisse, grundlegende, lebensprägende. Ich habe das respektiert und mir erlaubt, auszusprechen, was ich damals nicht getan habe, aus voller Kehle. Sie noch einmal zu durchleben…

Ich habe viel Ho´ oponopono praktiziert… ein paar Übungen aus dem Qigong gemacht, was mir bei Rücken- und Kopfschmerzen geholfen hat. Nächstes Mal lasse ich mir zum Essen bestimmt nur Obst, Nüsse, Tee bringen… und Kuchen 🙂

Ich danke meinem Körper für seine Geduld und sein Entgegenkommen, erst jetzt kann ich liebevoll sagen „ich nehme dich an“… Mir erlauben, Emotionen loszulassen und es zu genießen, im guten Sinne des Wortes.

Ich danke für den Reichtum, der mir derzeit in der materiellen wie in der seelischen Welt zuteilwird, die Freude am Sein, an Kleinigkeiten, am Muttersein… Freiheit, Ungebundenheit, Partnerschaft… die Gelegenheit zu lernen…

Frieden, Demut und Geduld, die Weisheit der Ahnenmutter, Liebe ohne Bedingungen

ich umarme euch

Ivana

Vít – nach dem Dunkelretreat weiß ich, dass ich mit kleinen Fortschritten zufrieden sein soll

Ich schloss die Tür und lehnte mich lässig an die Holzwand. Ich hatte es nicht eilig. Ich schaute in die Dunkelheit um mich herum und vergewisserte mich, dass ich nichts sehe. In meinem Kopf begann das bekannte Lied The Sound of Silence zu spielen.

„Super, ich bin da… Und was jetzt?“

Dunkelretreats haben eine lange Tradition und werden auf der ganzen Welt angeboten. Anders als tibetische Mönche habe ich aber nicht vier Wochen in der Dunkelheit verbracht, sondern eine. Trotzdem zogen sich diese sieben Tage mindestens wie ein Monat.

Zum ersten Mal habe ich über solche Aufenthalte in irgendeiner Zeitschrift gelesen, vielleicht war es Forbes. Ich wusste sofort, dass ich das irgendwann ausprobieren werde, ich habe es irgendwie gespürt. Und ihr würdet nicht glauben, wie überrascht ich war, als ich zwei Jahre später unter dem Weihnachtsbaum einen Umschlag mit einem Gutschein fand, der mit den geheimnisvollen Worten begann: „Ich schenke dir Licht, ich schenke dir Dunkelheit.“

Das Wesen der Dunkelheit

Am 15. April kam ich mit dem Zug in Kutná Hora an. Zwei Stunden Fußmarsch später erreichte ich ein kleines Dorf, wo ich Tomáš traf – meinen Begleiter durch die Dunkelheit.

Ich ging in die Hütte, packte meine Sachen aus, merkte mir, wo was ist, und machte das Licht aus. Selbst nach zehn Minuten konnte ich die Finger meiner Hand, nur 15 Zentimeter von meinen Augen entfernt, nicht erkennen und musste mich mit dem Wesen der Dunkelheit abfinden – in ihr ist es dunkel.

Mir kam die erste Frage in den Sinn – was mache ich hier eigentlich die ganze Zeit? Obwohl ich im Juni 2017 einen anspruchsvollen zehntägigen Meditationskurs absolviert hatte, durch den ich mir das Langweilen fast abgewöhnt hatte, war das hier anders. Keine Ordnung, der man folgt, keine genau festgelegte Zeit fürs Abendessen, auf das man sich freuen kann.

Nightlife

Die Aufgabe der Begleiter ist, jeden Tag das Essen in die Dunkelheit zu bringen und da zu sein, wenn man seine Erlebnisse oder Probleme teilen möchte, die einem in der Dunkelheit begegnen können. Das Essen für den ganzen Tag brachten Tom oder Lenka unregelmäßig zwischen elf und drei Uhr nachmittags. Und zwar, damit man wirklich das Zeitgefühl verliert.

Die ersten 24 Stunden zogen sich unglaublich

Ich hatte erwartet, dass ich den Anfang des Aufenthalts damit verbringe, mein Schlafdefizit aufzuholen, aber mein Körper beschloss, mir eins auszuwischen und wach zu bleiben. Ich musste mir deshalb ein Ersatzprogramm ausdenken.

Ich meditierte, aß den Rest meines Proviants aus dem Zug, machte Übungen und notierte mir die interessantesten Gedanken. (Ja, auch im Dunkeln kann man schreiben – man muss nur jedes Mal den Seitenrand dort einreißen, wo man aufgehört hat.)1 

Endlich klopfte es an der Hüttentür – das Essen war da! Außer am ersten Tag wusste ich immer genau, was ich da futtere, und genoss das leckere Schlemmen. Ein großes Abenteuer waren Duschen und Zähneputzen. Die beste Art, im Dunkeln Zahnpasta zu benutzen, ist, sie sich direkt in den Mund zu drücken!

Wie habe ich die Zeit in der Dunkelheit verbracht?

Zu den Aktivitäten, mit denen ich die Zeit verbrachte, gesellten sich auch Erinnerungen an die Kindheit und daran, wie ich in der Grundschule voller Begeisterung war und wie mir dagegen das Gymnasium die Energie aussaugte. Ich durchdachte neue Geschäftsstrategien und meine Visionen und Pläne.

Ich lernte auch, luzid zu träumen und aus dem Körper auszutreten, aber das ist ein Kapitel für sich. Die Träume, die ich hatte, waren unglaublich farbig und klar, als würde mein Gehirn das fehlende Licht im Wachzustand ausgleichen.

Nichtstun

Mir wurde bewusst, dass mich das Nachdenken über die Zeit und darüber, wie viel mir noch bis zum Ende des Tages oder des Aufenthalts bleibt, stresst. Am besten fühlte ich mich in Meditationen oder immer dann, wenn ich nicht über Vergangenheit oder Zukunft nachdachte.

In der Praxis bestätigte sich mir so die Regel, dass alles Leiden durch Gedanken verursacht wird. Ich erinnerte mich daran, wie sehr wir an unsere Wecker und Deadlines gebunden sind und wie wenig wir genießen, was gerade ist.

Meine Lieblingsübung in der Dunkelheit wurde das Nichtstun. Du setzt dich einfach hin und tust nichts – kein Nachdenken, keine körperlichen Übungen, nichts, du bist nur und starrst vor dich hin. Es sieht nicht so aus, aber es ist überhaupt nicht einfach. Wenn du diese Übung auch nur 20 Minuten durchhältst, ohne aufzuspringen mit dem Gefühl, dass du etwas tun musst, kannst du dir auf die Schulter klopfen.

So sehr haben wir uns an den ständigen Strom von Gedanken und Aktivitäten gewöhnt. In den letzten Jahrhunderten haben wir unsere Fähigkeit, kritisch zu denken und zu analysieren, gehegt und perfektioniert, und uns ist nicht bewusst, dass es in Ordnung ist und guttut, manchmal nichts zu tun.

Ich habe Licht gesehen

Nachdem ich die Gedanken an die Zeit verdrängt hatte und wirklich in die Dunkelheit eingetaucht war, verging mir der Rest des Aufenthalts relativ schnell.

Nach den Erzählungen anderer Menschen, die ich vor dem Aufenthalt gelesen hatte, erwartete ich alle möglichen Halluzinationen. Es stellte sich aber nur ein mal lästiges, mal angenehmes Flimmern in den Augen ein, das im Laufe des Aufenthalts stärker wurde.

Zuerst begann ich um die Augen herum weißes Licht zu sehen, das intensiv flackerte, wie ein Stroboskop. In den folgenden Tagen wurde das Licht gelb, und gegen Ende des Aufenthalts wurde es rot und stabilisierte sich, es flackerte nicht mehr. Wenn ich mich also aufs Bett legte und etwas ins Heft schrieb, kam es mir vor, als würde von allen Seiten eine rote Lampe leuchten.

Manchmal kam es mir auch so vor, als könnte ich die Umrisse von Gegenständen in der Hütte erkennen. Dafür habe ich mehrmals bezahlt, wenn ich mitten im Schritt, in Erwartung von noch gut einem Meter Platz, mit dem Schienbein gegen den Bettrahmen stieß.

Wiedergeburt

Eine Woche in der Dunkelheit ist meiner Meinung nach sehr bereichernd, aber ganz bestimmt nicht schön – ganz einfach, weil man in der Dunkelheit nichts sieht. Deine Portion Schönheit und Staunen bleibt dir aber nicht verwehrt, du musst nur sieben Tage darauf warten.

Am letzten Tag bekam ich von Lenka einen Wecker, der auf 4:30 Uhr morgens gestellt war. Der Wecker klingelte, ich stand auf, zog mich an und öffnete voller Begeisterung und Ungeduld die doppelte Tür, die aus der Hütte nach draußen führt.

Obwohl die Sonne noch nicht aufgegangen war, kam mir nach einer Woche in absoluter Dunkelheit die Nacht draußen unglaublich hell vor. Es wehte frische Luft, und die Sterne, nicht vom Smog der Großstadt verdeckt, leuchteten wunderschön. Es war ein herrliches Gefühl, eine Art Wiedergeburt.

Aus den anderen drei Hütten kamen nach und nach auch die anderen heraus, und wir kamen ins Gespräch. Danach setzten wir uns gemeinsam an den Rand eines nahen Feldes und beobachteten den Sonnenaufgang. Solche Momente sind es wirklich wert.

Meine Lektion aus der Dunkelheit

Ein Dunkelretreat ist ein intensives Erlebnis. Ich weiß nicht, ob ich es dir empfehlen soll oder nicht. Ich glaube, dass es von selbst zu dir kommt, wenn der richtige Moment da ist. Und wenn der richtige Moment da ist, gibt es dir unglaublich viel.

Sieben Tage nur mit den eigenen Gedanken allein zu sein, ist nichts, was du im „normalen“ Leben erlebst. Dir werden Dinge über dich bewusst, von denen du nichts geahnt hast. Du hast Zeit, deine inneren Konflikte durchzugehen und zu lösen. Du setzt deinen Biorhythmus zurück – du schläfst, wenn der Schlaf kommt, und isst, wenn du Hunger oder Lust hast. Du füllst deinen Energieeimer wieder auf und ordnest deine Prioritäten.

Ob du Jurist, Putzkraft, Reisender oder Pilot bist, jeder nimmt aus der Dunkelheit etwas mit davon bin ich überzeugt.

Mit einem Wunsch in die Dunkelheit? 

Menschen gehen oft mit einem konkreten Wunsch in die Dunkelheit, und vielleicht hast auch du etwas, das du in deinem Leben lösen willst. Ich hatte nichts Konkretes zu lösen, und vielleicht ist deshalb auch nichts Konkretes passiert, es gab keinen grundlegenden Durchbruch. Und genau das ist wohl die Lektion, die ich aus der Dunkelheit mitnehmen sollte – dass ich zufrieden sein soll mit kleinen Fortschritten und keine Erlebnisse erwarten soll, die mein Leben auf den Kopf stellen.

Und ob ich noch einmal gehe?

Das wird sich zeigen, im Moment plane ich es nicht, aber vielleicht werde ich mich nach der tiefen Ruhe der Dunkelheit sehnen… Danke dir, Mama, für diese außergewöhnliche Erfahrung…

Dana – das Dunkelretreat war für mich ein Wendepunkt

Einen schönen Abend, Leni und Tomáš.

Das Dunkelretreat war für mich ein Wendepunkt. Als hätte ich eine totale Verwandlung durchgemacht. Ich habe es nicht sofort wahrgenommen, sondern erst jetzt, mit einem Abstand von einigen Wochen…

Vor dem eigentlichen Beginn

Meinen Aufenthalt bei Léčba tmou habe ich Ende Mai gebucht… ich hatte keine Ahnung, was dem eigentlichen Beginn vorausgehen würde…
Nach und nach kamen Gedanken, die mich davon abbringen wollten… das ist zu viel Geld für dich, dir bleibt fast kein Urlaub mehr, dein Sohn, der in Schottland lebt, kommt genau zu diesem Termin auf Urlaub… und weitere… bis sich alles mit der psychischen Erkrankung meines älteren Sohnes zuspitzte…

Ich hatte panische Angst um ihn und überlegte, das Dunkelretreat abzusagen. Erst am letzten Tag habe ich mich entschieden. Meinem Sohn hätte ich in diesem Zustand nicht geholfen. Tomáš‘ Worte haben mich bestärkt: „Zuerst musst du selbst in Ordnung sein, und dann kannst du deinem Sohn helfen“.

Wie verliefen meine ersten Tage? 

Am ersten Tag hatte ich es mit dem Ausschalten des Lichts nicht eilig. Ich erkundete die Umgebung und legte meine Sachen so hin, dass ich sie später leicht wiederfinde. Das Licht machte ich erst gegen neun Uhr abends aus. Ich war von den vergangenen stressigen Tagen sehr müde und schlief sofort ein.

Aufgewacht bin ich wahrscheinlich früh am Morgen, so wie ich es gewohnt bin, für die Arbeit aufzustehen (ich stehe gegen fünf auf) . Ich weiß, wie die innere Uhr funktioniert, und in den ersten Tagen habe ich mich ungefähr nach ihr gerichtet. Als ich also das erste Mal aufwachte, schloss ich, dass es noch früh ist, und schlief wieder ein. Danach habe ich die Zeit nur noch ungefähr geschätzt.

Dass ich nicht wusste, wie spät es ist, hat mich überhaupt nicht gestört.

Am ersten Tag habe ich mich gelangweilt. Ich habe Übungen gemacht, gesungen (dabei wurde mir bewusst, wie wenige Lieder ich kenne…), auf das Essen gewartet. Und neugierig gewartet, was als Nächstes kommt, was passieren wird… es passierte nichts… auf meine Bitte, mir irgendetwas bewusst zu machen, bekam ich die Antwort: „Wenn du hinter den Verstand gelangst, dann kommt die Antwort“. Und so habe ich die Gedanken fließen lassen und sie losgelassen.

Die zweite Nacht

In der 2. Nacht, von Sonntag auf Montag, begann sich die körperliche Reinigung zu zeigen, auch wenn ich mir dessen noch nicht bewusst war. Unangenehme Rückenschmerzen weckten mich. Ich dachte, das komme vom ersten Tag der Untätigkeit, und so habe ich am Montagvormittag viel geübt und die schmerzenden Stellen mit Dehnübungen gelockert. Im Laufe des Tages verschwand der Schmerz. Aber gleich am nächsten Tag gegen Morgen weckte mich ein schneidender Bauchschmerz. Ich arbeite mit Reiki, und so habe ich mit Hilfe dieser Energie den Schmerz wieder aufgelöst. Nach und nach entwickelten sich hartnäckige Kopfschmerzen, und gegen Mittag spürte ich Fieber. Ich kuschelte mich in den Schlafsack und schlief ein. Nach dem Aufwachen spürte ich nichts mehr. Am Mittwochmorgen (also nach dem Aufwachen) endete die Reinigung mit leichtem Durchfall. Von da an ging es mir gut.

Antworten auf meine Fragen

Ich begann mehr zu meditieren. Es kamen Antworten auf meine Fragen, manchmal sofort, manchmal in Form eines Traums. Es kamen Visionen aus einigen Lebensbereichen und auch Hinweise, wie es in bisher unentschiedenen Situationen weitergehen kann. Wenn Angst aufkam und der Gedanke an meinen kranken Sohn kam, half mir das Atmen… ich atmete die Worte
LICHT – LIEBE, atmete mit ihnen durch die einzelnen Chakren oder benutzte den uralten Dreiklang AUM…

Was habe ich aus der Dunkelheit mitgenommen? 

Während des Aufenthalts habe ich Liebe, Demut und Dankbarkeit für alles, was ist, stark gespürt… ich habe Ruhe und Frieden für die Seele getankt, Geduld geübt… all das waren bis dahin meine Schwächen…
Ich habe verstanden, was es heißt, wirklich präsent zu sein. Meine Erkenntnisse und Bewusstwerdungen habe ich in den Alltag mitgenommen. Ich habe die Sorgen um das, was noch nicht eingetreten ist, losgelassen und kümmere mich um eine Situation erst, wenn sie wirklich da ist.

Dank der Kraft, der Ruhe und des Gleichgewichts, die ich während des Dunkelretreats getankt und zu finden gelernt habe, konnte ich sehr schwere Situationen bewältigen, die fast unmittelbar nach meiner Rückkehr nach Hause folgten… wohl aus allen Lebensbereichen… als hätte mich eine Lawine überrollt… so schwer….

Zum Ablauf möchte ich nur hinzufügen: Das Essen war gut. Statt Tee habe ich Lenka um heißes Wasser gebeten. Ich hatte meinen eigenen Tee und eine Kaffeemischung, eine Tasse und einen Löffel dabei und habe mir Tee oder Caro selbst zubereitet.

In der Dunkelheit habe ich mich wohlgefühlt. Ich fühlte mich ruhig und sicher.

Leni und Tom, vielen Dank für die Möglichkeit, diese Erfahrung zu machen…

In Liebe
Dana

Lucie – Die Dunkelheit hat mir genau das gegeben, was sie mir geben sollte

Hallo Tomáš und Lenka,

an das Dunkelretreat und an euch denke ich mit Liebe und großer Dankbarkeit zurück und spreche gern darüber (das gelingt mir erstaunlicherweise besser als Schreiben).

Die Dunkelheit hat mir genau das gegeben, was sie mir geben sollte, und hat genau dort getroffen, wo sie treffen sollte. Erst nach anderthalb Jahren kann ich darüber schmunzeln, dass mein Ego sich über ein paar Sätze, die ihr mir gesagt habt, fürchterlich aufgeregt hat und dass sie wehgetan haben. Ich konnte es nicht ertragen, war wütend und schrie: Nein, nein, so ist das doch nicht, die lügen mich an. Wirklich, ich hatte das Gefühl, ihr hättet mir mein Dunkelretreat verdorben und ich wollte euch nie wieder sehen oder hören. Aber genau dafür bin ich ja hingegangen 😀 Es hat sehr lange gedauert, bis mir klar wurde, dass das nichts mit euch zu tun hat, dass ich genau das gebraucht habe und dass ich euch schon vor langer Zeit darum gebeten hatte!

Danke!

Ich wünsche euch ruhige Tage, Lucie

Stanislav – Was habe ich im Dunkeln gewonnen?

Hallo,

kurz gesagt war es Tag für Tag: Langeweile, Langeweile, Langeweile, aha, verdammt, AHA, danke, Dunkelheit.

Die ersten Tage waren wirklich langweilig, vielleicht weil ich seit Jahren an mir arbeite, seit meine Partnerin beinahe gestorben wäre. Bis zum dritten Tag habe ich mich richtig gelangweilt, dann kamen die Visionen: Ich flog durch steinerne Keller, und immer wieder erschien mir ein in Stein gehauenes Kreuz in zwei Versionen, einem christlichen und einem keltischen. Abends taten mir die Augen unglaublich weh, also beschloss ich, sie bis zum Ende geschlossen zu halten.

Es ist wirklich ein Unterschied, ob man im Dunkeln mit geschlossenen oder offenen Augen herumläuft 🙂 . Mit geschlossenen Augen habe ich mich orientiert, ohne irgendwo anzustoßen, und umgekehrt. Daraus habe ich den Schluss gezogen, dass ich mich zu sehr auf meine Augen verlasse , und so versuche ich auch im Leben eher zu fühlen als zu schauen.

Was hatte ich dabei? Das Einzige, was ich mitgenommen habe, war ein Heft für Notizen, aber kein Spielzeug, damit ich dort mit meinem Unterbewusstsein allein bin.

Was habe ich gewonnen?

    • Das Bewusstsein, dass ich ein geliebtes Kind bin, auch wenn meine Kindheit schrecklich war.
    • Ich bin erwachsen geworden, ich bin 42, in der Beziehung zu meinem Vater: Endlich verhalte ich mich so, als wäre er schon gestorben.
    • Mir sind zwei Begleiter erschienen, der gute und der böse Wolf, sie sind immer noch bei mir.
    • Ich habe mich mit meinem inneren Kind angefreundet, es ist unglaublich ausgelassen und hat die Kraft zu heilen.
    • Mein innerer Dialog ist ruhiger geworden: Auch wenn ich in eine emotional wilde Situation gerate, kann ich sie in Ruhe analysieren und anderen helfen.

Stanislav

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