Wir stellen dir die Geschichte eines Mannes vor, der am eigenen Leib erfahren wollte, was absolute Dunkelheit mit einem Menschen macht. Als er zu uns kam, trug er viele Fragen in sich und hatte den Kopf voller ungelöster Dinge. Vielleicht erlebst du gerade etwas Ähnliches und fragst dich, ob dir eine solche Erfahrung helfen könnte, die verlorene Ruhe und Kraft wiederzufinden. Lies, wie er selbst diese intensive Erfahrung erlebt hat und was ihm die Rückkehr ins Tageslicht gebracht hat.
Wie alles anfing
Von dieser Möglichkeit hatte ich schon vor ein paar Jahren gehört. Schon damals hat es mich irgendwie angesprochen, aber ich habe damals nicht weiter darüber nachgedacht. Ich habe mir zwar gesagt, dass ich es vielleicht irgendwann mal ausprobieren würde, aber dann habe ich es auf sich beruhen lassen. Erst in letzter Zeit hat sich das geändert. Ich habe mich mit einem Kollegen in der Arbeit unterhalten, und irgendwie kamen wir darauf zu sprechen. In dem Moment habe ich ernsthaft angefangen, darüber nachzudenken, es wirklich zu machen. Es hat nicht lange gedauert, bis ich mir gesagt habe: Ich will es ausprobieren. Der Kollege war selbst nicht in der Dunkelheit, er hat mir eher den Anstoß gegeben, mich endlich aufzuraffen. Er hat mir nämlich erzählt, dass ein Bekannter oder Freund von ihm ein Dunkelretreat gemacht und von seinen Erfahrungen berichtet hat. Also dachte ich mir, das könnte gar nicht so schlecht sein.
Die Suche nach Ruhe und tiefe Regeneration
Ich hatte wohl den Kopf voller ungelöster Dinge und war auf der Suche nach Ruhe. Ich brauchte Ruhe von allem, um meine Gedanken irgendwie zu ordnen. Ich habe mich auch nach Regeneration gesehnt, und die habe ich jetzt, nachdem es vorbei ist, wirklich stark gespürt. Es war insgesamt eine tiefe, tiefe Regeneration, körperlich genauso wie psychisch und emotional. Kurz gesagt, ich habe mich von allem erholt. Am Ende habe ich dort drei Nächte verbracht, also eigentlich so zweieinhalb Tage.
Auf die Angst folgte ein Erwachen
Das Einzige, wovor ich vorher Angst hatte, war, dass ich Angst haben würde. Als ich bezahlt hatte und es näher rückte, hatte ich echt ziemlichen Bammel. Ich dachte mir, wäre es doch schon so weit, und ich hatte große Angst. Die Gedanken sind mir viel zu sehr im Kopf herumgerast. Aber ehrlich gesagt, in dem Moment, als ich in die Dunkelheit hineingegangen bin, ist die Angst irgendwie von mir abgefallen. Ich habe mir einfach gesagt, dass ich das schaffe, und die Angst war im Grunde weg. Auf einmal waren da gar nicht mehr so viele Gedanken, das Ganze ist irgendwie abgeklungen. Direkt in der Dunkelheit hatte ich diese Gefühle noch nicht so ganz, das kam eher nach dem Aufwachen. Es war so eine Art Erwachen aus der Dunkelheit.
Was mir die Rückkehr ins Licht gebracht hat
Als ich ins Licht hinausgegangen bin, habe ich mich, glaube ich, voller Liebe gefühlt. Ich habe angefangen, mir zu sagen, dass ich diese Liebe irgendwie weitergeben und der Welt schenken möchte. Genau solche Gefühle hatte ich. Aufgrund all dessen empfehle ich den Leuten, es zumindest einmal auszuprobieren. Ich glaube, es gibt nichts, wovor man Angst haben muss. Vielleicht ist das von Fall zu Fall verschieden, aber ich selbst hatte vorher wirklich sehr viele Ängste. Es waren regelrecht unbegreifliche Ängste, die ich selbst nicht verstanden habe. Jetzt weiß ich, dass ich beim zweiten Mal überhaupt keine Angst mehr hätte.
Wir haben für dich die häufigsten Fragen zusammengestellt, die sich Teilnehmende vor einem Dunkelretreat stellen.
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