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Jana – Ein Dunkelretreat ist ein persönliches Erlebnis

Ich habe mich auf das Dunkelretreat gefreut.
Ich habe es mir geschenkt – mir selbst – zum Geburtstag.
Ich habe das Ganze als eine Art Wellness gesehen — vor allem, um mich auszuruhen.

Aus dem täglichen Karussell aussteigen, mich von der Welt abkoppeln, die Gemütlichkeit genießen, die Stille, das vegetarische Essen, und „abschalten“.
Dadurch habe ich mich eigentlich GANZ mit mir selbst verbunden……….:-)

Die Dunkelheit ist meine gute Freundin

Ich kann gut allein sein, die Dunkelheit ist meine gute Freundin, es gab keinen großen Lebensschritt, den ich lösen musste.

Ich habe mir gesagt, probier es aus und schau………..was es mit dir macht………..ob du es schaffst.

Die ersten drei Tage waren zum Eingewöhnen, der Körper gewöhnte sich an einen anderen Rhythmus…….ich bin froh, dass ich mich für die ganze Woche entschieden habe, denn die ersten drei Tage waren für mich nur eine Art Vorbereitung auf das, was danach kam…..das NICHTS-Tun zu lernen braucht genug Zeit;-)

Keine Panik, und auch kein Kofferpacken und Davonlaufen.

Im Gegenteil – als ich wusste, dass mein letzter Tag hier ist, kam eine Verstimmung darüber, dass das Dunkelretreat schon zu Ende geht.

Auf meine Familie habe ich mich gefreut………….aber die Ruhe und der Frieden, die ich hier erlebt habe, waren selig.

Es war, als wäre ich im Zustand vor der Geburt. Bei Mama im Bauch. Ich wollte nicht raus.

Dunkelretreat – Sterne
Image courtesy of Just2shutter at FreeDigitalPhotos.net

Das Dunkelretreat zu beenden war eine „Geburt“

Die „Geburt“ zurück in die Welt – das war erst ein Fegefeuer! Schwerer war für mich persönlich der Übergang aus der Dunkelheit als in die Dunkelheit hinein.

Draußen war mir furchtbar kalt, der Sternenhimmel hat mich so umgehauen, dass ich mich hinsetzen musste. Ich konnte nicht gehen, meine Beine zitterten.

Ich wundere mich überhaupt nicht, dass Babys bei der Geburt schreien……das Licht – eigentlich das Dämmerlicht – und die Kälte sind ein Schock.

Ich taumelte, alles drehte sich um mich. Es dauerte mehrere Stunden, bis ich wieder in den Funktionsmodus umgeschaltet hatte, der Körper gewöhnte sich erneut an die Veränderung – zu funktionieren und zu reagieren – auf Licht, Bewegung, Lärm, Tätigkeit, Sprache………..

Mache ich das Dunkelretreat noch einmal?

Es noch einmal machen?

AUF JEDEN FALL, und mit Freude…….aber eher irgendwann im Frühling oder Sommer, damit ich wieder in die Wärme hineingeboren werde 🙂 und mich ins Gras legen kann.

…..es war sehr reinigend, nicht nur körperlich, sondern auch psychisch — ich denke mir, wie viel energetischer Müll dort nach jedem zurückbleibt, denn ich selbst habe dort an der Tür zwei große Säcke voller Last stehen lassen…die ich nicht mehr weiter durchs Leben schleppen will.

Aus unserer Dreiergruppe haben alle die ganze Woche durchgezogen und sind bis zum Ende geblieben.

Das hat mich gefreut.

Interessant fand ich im Nachhinein, dass wir alle drei im Dunkeln Tagebuch geschrieben haben.

Ein großes Dankeschön für eure Tätigkeit – ich weiß nicht, ob man das Arbeit nennen kann — eher eine Berufung, der ihr für andere Menschen nachgeht.

Ich wundere mich nicht, dass eure Warteliste so lang ist, und es freut mich, aus der E-Mail zu erfahren, dass ihr ein nördliches Heiligtum bauen wollt.

Ab und zu kehre ich privat in die Dunkelheit und Stille zurück und versuche, die Ruhe und das Wohlgefühl herbeizuholen, die ich bei euch kennengelernt habe.

Mit den besten Wünschen und herzlichen Grüßen

Jana

P.S. Dass ich durch das Nichtstun und das großartige Essen 2 Kilo abgenommen habe, nehme ich als besonders lustige Nebenwirkung:-D

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