Die Entscheidung, in die Dunkelheit zu gehen, weckt in ihr eine Mischung aus Erwartung und leiser Unsicherheit. Von der Dunkeltherapie weiß sie schon seit einigen Jahren, aber sie zögert lange. In einem Moment spürt sie jedoch, dass die richtige Zeit gekommen ist. Sie erzählt, dass die Zeit, in der man freiwillig in Stille und Dunkelheit eintaucht, eine einzigartige Möglichkeit bietet, bei sich selbst zu sein — ohne Ablenkung und ohne etwas vorspielen zu müssen.
Die ersten Stunden in völliger Dunkelheit erlebt sie als seltsam und intensiv. Nach und nach entspannen sich ihr Körper und ihr Geist, und sie merkt, wie sehr sie es gebraucht hat, langsamer zu werden. Während des Dunkelretreats lernt sie, auf ihre Gefühle und ihren Körper zu hören. Die Stille wird zu ihrer Freundin, und die Zeit verliert ihre gewohnte Bedeutung. Nach einigen Tagen wird die Dunkelheit zu einer natürlichen Umgebung, in der sie inneren Frieden und Vertrauen in sich selbst findet.
Ein starker Moment kommt auch bei der Rückkehr ans Licht. Sie beschreibt, wie überwältigt sie von der Schönheit der Natur ist — von den Farben, den Bäumen, den Blättern und den ersten Sonnenstrahlen. Jedes Geräusch und jeder Atemzug frischer Luft wirkt unglaublich intensiv. Sie bemerkt, wie leicht man im Alltag Kleinigkeiten übersieht, die eine enorme Kraft haben.
Die Dunkeltherapie gibt ihr genau das, was sie sucht — Raum zum Innehalten, zur Beruhigung und zu einer tieferen Wahrnehmung ihrer selbst. Ihr wird bewusst, dass echte Ruhe nicht von den Umständen kommt, sondern von innen. Und auch wenn die Rückkehr aus der Dunkelheit Licht bringt, das hellste Licht nimmt man gerade aus der Tiefe der Stille mit.
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