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Šárka – Alles ist richtig

Anfang September bin ich zu Tomáš und Lenka gefahren, für ein einwöchiges Dunkelretreat.

Ich spürte, dass es eine einzigartige Zeit ist, um mit mir selbst zu sein, in die Tiefe zu gehen oder vielmehr ganz hinab in die Tiefe, um in bedingungsloser Liebe alles zu durchleben, was kommt.

Ich wünschte mir, alles ganz hinzugeben, und war bereit zu fasten.

Nach Absprache mit Tomáš wollte ich also von Samstag bis Mittwoch nur mit Wasser und ohne Kontakt bleiben. Ursprünglich hatte ich vor, so die ganze Woche zu bleiben.

(Ich hatte schon früher mehrmals mit Kräutertees gefastet, und es war immer anstrengend. Rational habe ich aber abgewogen, dass es eine einmalige Gelegenheit ist, bei der ich nicht kochen und mich nicht um die Familie kümmern muss…)

Das Dunkelretreat begann

Die Tür schloss sich, und ich erlebte Glück und Dankbarkeit über dieses Losgelöstsein…die Entgiftung kam jedoch mit unerwarteter Wucht (Schüttelfrost, Erbrechen, Durchfall, Zittern, Gelenk- und Kopfschmerzen), nur mit Mühe stand ich auf und legte mich wieder hin…und in einer Dunkelheit, so dicht, dass man sie nicht schneiden konnte …in der auch die Seele ein bisher unbekanntes Fasten durch die Dunkelheit erlebte…in Zeitlosigkeit…mit nie gekannter Erschöpfung. Ich hatte keine Ahnung, welcher Tag und welche Stunde es war. Ich taumelte hinaus( ! ).

Ja, ich habe das Retreat unterbrochen, zwar mit Bedauern, aber auch mit dem Bewusstsein, dass ich meine Kräfte überschätzt hatte. Ich spürte, dass auch das meine Freiheit und ein ehrliches Bekenntnis ist…damals dachte ich, nach der Unterbrechung bleibe nur noch die Abreise…die Therapie unterbrochen, es gibt kein Zurück…

Es war Montag, spät am Abend.

Ich trank Tee mit Lenka und den Kindern und hörte Geschichten über Ehrfurcht, Angst, Enttäuschung und Hoffnung…

Nach einer herzlichen Aufnahme und einem Gespräch mit Lenka und Tomáš über die Kontinuität der Einheit ( so drücke ich es in Worten aus) , ging ich zurück, mit dem Gedanken, dass ich sehe, was sich „öffnet“.

Mit Vertrauen und nun schon mit leichter veganer Kost und warmem Tee.

Ich bat und kam zur Ruhe…und die Kontinuität tauchte auf, sie war nie verschwunden:-) …ich wurde beschenkt ( so habe ich alles mit Dankbarkeit wahrgenommen…)

Ich werde nicht schildern, was folgte, es ist die Geschichte meiner Seele…

Ich habe die Einheit erlebt, in Liebe, Annahme und Verbundenheit…Freiheit und Heilung

( die immer noch weitergeht ).

Lenka besuchte mich mit Speisen, die für mich göttliches Manna waren…mit dem offenen und liebevollen Herzen einer Begleiterin…

Die Geschichte geht weiter, und ich weiß, dass alles richtig war… ohne Vorwürfe, dass auch die „heiligsten“ Vorstellungen nur Vorstellungen sind, dass ein Dunkelretreat keine Heldentat ist :-), auf die irgendjemand je warten würde…und Wünsche sind eben auch nur Wünsche…

Danke .

Šárka

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