Wer mehrere Tage in völliger Dunkelheit verbringt, kann mit Gefühlen zurückkehren, die man im Alltag nur schwer findet. Ein Teilnehmer, der ein Dunkelretreat über drei Nächte gemacht hat, erzählte, dass er sich wirklich ausgeruht fühlte. Er betonte, dass er schon lange nicht mehr so ruhig und tief geschlafen hatte. Der Schlaf in der Stille und ohne Störungen ließ ihn Kräfte sammeln, wie er sie im gewohnten Tagesrhythmus nicht erlebt.
Nach der Rückkehr ins Licht erwartete er keinen großen Schock, und tatsächlich blieb er aus. Er sagte, er fühle sich nicht wie ein völlig anderer Mensch, sondern eher wie jemand, der sich den Luxus echter Ruhe gegönnt hat. Die Dunkeltherapie gab ihm die Möglichkeit, innezuhalten und alles um sich herum für eine Weile sein zu lassen. In der Stille und Dunkelheit tauchen eigene Gedanken und Fragen auf, die in der gewohnten Welt oft vom Lärm überdeckt werden.
Sehr spannend war auch, was er über seine Ängste vor dem Betreten der Hütte erzählte. Er hatte sich die Dunkelheit fast wie einen „Schwarzen Mann“ vorgestellt. Doch als die ersten Stunden vergangen waren und nichts geschehen war, spürte er, dass es nichts zu fürchten gab. Er fügte sogar hinzu, dass wir die wahren „Schwarzen Männer“ alle in uns tragen – und gerade die Begegnung mit ihnen kann das Wertvollste sein, was ein Dunkelretreat mit sich bringt.
Das ganze Erlebnis fasste er so zusammen: Was er erlebt hat, muss sich erst einmal setzen. Trotzdem weiß er schon jetzt, dass er gern in die Dunkelheit zurückkehren würde. Die Dunkeltherapie hat ihm gezeigt, wie sehr er es braucht, langsamer zu werden und sich selbst Raum zu geben. Schlaf, Erholung, die Begegnung mit den eigenen Ängsten – all das wurde für ihn zu einer wichtigen Erfahrung, die er auch anderen Menschen empfehlen würde, die nach innerem Gleichgewicht suchen.
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