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Man verliert das Zeitgefühl

Man verliert das Zeitgefühl

Ein Digital Detox, der mir den Appetit aufs Essen und aufs Leben zurückgab

In der heutigen hektischen Zeit innezuhalten, ist für viele von uns eine fast übermenschliche Aufgabe. Ständige Ablenkung, das Piepen von Benachrichtigungen und eine endlose Liste beruflicher Pflichten halten uns unter Dauerspannung. Einer der Teilnehmer hat sich deshalb für einen radikalen Schritt entschieden und ein Dunkelretreat gewählt, um endlich von der Welt draußen abzuschalten. Dazu kam er ziemlich schnell – er bekam von einem Freund einen Gutschein, den dieser nicht genutzt hatte. Ursprünglich war geplant, dass seine Freundin ihn nutzt, aber sie konnte aus irgendeinem Grund am Ende nicht fahren. Weil der Gutschein nur begrenzt gültig war und sich gerade die Gelegenheit zum Abschalten bot, stürzte er sich schließlich selbst kopfüber hinein.

Das ausgeschaltete Handy als größter Sieg

Das Hauptziel dieser Dunkeltherapie war ein totaler Digital Detox. In der heutigen Welt umgeben uns zu viele Reize, die uns von uns selbst ablenken. Der Teilnehmer war zu Recht stolz darauf, dass er sein Handy die ganze Zeit ausgeschaltet neben sich liegen ließ und kein einziges Mal das Bedürfnis hatte, es einzuschalten. Dadurch konnte er endlich aufhören, darüber nachzudenken, was in der Arbeit zu erledigen ist oder was er abends essen wird. Stattdessen richtete sich sein Geist auf viel tiefere Dinge, die wir im gewöhnlichen Alltagstrott einfach übersehen.

Wenn das Essen zur einzigen Dosis Dopamin wird

Wenn das Sehen wegfällt, verändert sich die Wahrnehmung der anderen Sinne auf faszinierende Weise. In der Dunkelheit verliert man das Zeitgefühl, und so wird das Essen zum einzigen Anhaltspunkt des Tages. In der Abgeschiedenheit wirkt es wie die wichtigste Dosis Dopamin, auf die man sich unglaublich freut. Faszinierend ist auch das Essen selbst – wenn du den Teller nicht siehst, nimmst du die Speise nur über Geschmack und Geruch wahr.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Dunkelheit sogar langjährige Essgewohnheiten verändern kann:

  • Das Essen schmeckt fantastisch, auch wenn du nicht genau weißt, was du isst.

  • Man genießt sogar Dinge, die man normalerweise „aus tiefster Seele nicht mag“, wie in diesem Fall Wirsing.

  • Die Sinne werden schärfer, und du konzentrierst dich auf jeden Bissen.

Körperliche und geistige Erholung in absoluter Ruhe

Obwohl der Schlaf während der drei Tage in kürzere Abschnitte zerfiel, konnten sich Körper und Kopf erholen. Die Dunkeltherapie ermöglichte es dem Teilnehmer, sich Themen zu widmen, die wir im Wochenrhythmus nicht zu fassen bekommen, weil wir nicht innehalten können. Auch gewöhnliche Tätigkeiten wie Zähneputzen, Duschen oder der Gang zur Toilette liefen überraschend reibungslos und problemlos.

Nach drei Tagen stellte sich zwar ein Gefühl der Erholung ein, zugleich aber auch die Erkenntnis, dass es mindestens einen Tag mehr gebraucht hätte. Der nächste Meilenstein wird also wahrscheinlich gleich eine ganze Woche sein, denn erst ein längeres Dunkelretreat ermöglicht ein noch tieferes Eintauchen in das eigene Innere. Diese Erfahrung hat dem Teilnehmer eindeutig gutgetan und bestätigt, dass die Dunkelheit ein mächtiges Werkzeug zur Regeneration des modernen Menschen ist.

Möchtest du auch erleben, wie es ist, wenn die Welt für ein paar Tage ganz verschwindet und nur du mit deinen Gedanken bleibst? Vielleicht stellst du fest, dass sogar Wirsing großartig schmeckt, wenn du ihn in völliger Stille und Ruhe isst.

Wir haben für dich die häufigsten Fragen zusammengestellt, die sich unsere Gäste vor einem Dunkelretreat stellen.

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