Hallo Tom und Lenka,
„Das Dunkelretreat war für mich eine große Prüfung für die Psyche. Am Ende hat es mir aber etwas gebracht, womit ich nicht gerechnet hatte – Freiheit“, beschreibt Pavel seine Erfahrung.
Ich möchte euch nachträglich für das großartige Dunkelretreat danken. Ich bin mit großem Respekt herangegangen. Auch wenn ich mich „nur“ für drei Tage zurückgezogen habe, war mir klar, dass es eine Prüfung für Gehirn und Psyche wird. Umso mehr möchte ich meine Erfahrung teilen, die ich für außergewöhnlich halte.
Vor der Dunkeltherapie war ich ein langjähriger Tabakkonsument – ich habe ihn etwa 19 Jahre lang gekaut. Vor drei Jahren habe ich beschlossen, mit der Sucht aufzuhören, aber es hat sich gezeigt, dass das überhaupt nicht einfach ist. Als Krücke habe ich Nikotinkaugummis gewählt, was eigentlich nur vom Regen in die Traufe war. Die Nikotinsucht soll angeblich mit der Heroinsucht vergleichbar sein.
Der Wendepunkt kam am zweiten Tag im Dunkeln Ins Dunkel hatte ich mich sicherheitshalber mit einem Vorrat an Nikotinkaugummis ausgestattet, um keine unangenehmen Entzugserscheinungen zu riskieren. Doch am zweiten Tag, in der Stille und im Unbekannten, wurde mir plötzlich klar, wie absurd das ist. Warum kaue ich das Nikotin eigentlich immer noch?
Von diesem Moment an habe ich es nicht mehr angerührt. Na ja, eigentlich doch einmal – als ich zu Hause die restlichen Vorräte weggeworfen habe und mir dabei der Magen umgedreht hat.
Ich behaupte nicht, dass jeder, der ein Dunkelretreat macht, automatisch seine Sucht loswird. Ich möchte nur mein persönliches Erlebnis teilen: Mir hat diese Erfahrung geholfen, eine schwere Nikotinsucht loszuwerden. Ich verstehe nicht, wie das dort im Dunkeln passiert ist, aber es ist großartig.
Damit ist die Dunkeltherapie für mich auf keinen Fall zu Ende, und ich freue mich schon jetzt sehr auf das nächste Retreat.
Macht’s gut, Pavel


