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Jakub – Dunkeltherapie ist…

Alles läuft irgendwie, aber eher grau als bunt. Ja, man lebt, aber warum eigentlich und wofür, für wen? Wo habe ich meinen Faden, meinen Weg verloren, gehe ich ihn überhaupt noch? Genau das waren meine Fragen, zusammen mit ein bisschen Neugier und Aufregung, mit denen ich mich entschlossen habe, in die Tiefen der Dunkelheit in Lomec hinabzusteigen.

Meine Erwartungen an das Dunkelretreat

Meine Erlebnisse haben meine Erwartungen übertroffen! Überall Dunkelheit und Stille. Die professionelle Art der Begleiter und Lenkas unglaublich leckeres vegetarisches Essen. Aber nein, hier fängt es erst an. Und was eigentlich?

Der Einstieg in die Dunkeltherapie

Tomáš erzählt mir, nach zwei, drei Tagen im Dunkelretreat setzt das alles ein, das Gehirn beginnt in einem anderen Modus zu arbeiten. Bei mir ist aber schon am zweiten Tag alles ganz anders. Wenn ich mein Gehirn mit einem Computer vergleichen müsste: Meins hat angefangen, sich buchstäblich selbst zu defragmentieren. Anders gesagt, alle Erinnerungen der, sagen wir, letzten 15 Jahre begannen abzulaufen, sich zu sortieren und an die richtigen Stellen einzuordnen. Ich musste nichts tun, nur liegen und zuschauen, alles andere läuft von selbst. „Systemwartung“ blinkte auf dem Monitor im Kontrollturm. Alle Erinnerungen konnte ich mir anschauen und vor- und zurückspulen, alle waren bis ins kleinste Detail verfügbar.

Die Ergebnisse der Dunkeltherapie

Erlebnisse habe ich natürlich noch viel mehr. Das war ungefähr so: Ich lag immer gemütlich auf meiner Isomatte, und das Gehirn, das Sein, die Seele sagten… (ganz von selbst, einfach aus dem Nichts) jetzt wird gearbeitet. Schlagartig hatte ich einen Gedanken im Kopf und arbeitete so lange damit, bis das Problem gelöst war. Dass es manchmal ziemlich heftig zuging, wissen nicht nur meine Begleiter, sondern auch ihre Kinder und womöglich sogar die Nachbarn, die die Geräusche aus dem Heiligtum wahrscheinlich gehört haben. So habe ich in zwei Regressionen 2 T-Shirts und ungefähr 100 Tonnen Ballast verloren.

Am Anfang habe ich mich gefragt, ob es nicht besser gewesen wäre, die 14-tägige Variante zu wählen, aber ich sage euch: Hätten sie mir am Freitag noch eine Woche angeboten, würde in Lomec wahrscheinlich ein Heiligtum fehlen 🙂

Liebe Freunde und künftige Mitreisende durch die Dunkelheit und das eigene Ich. Die Dunkeltherapie kann ich euch wärmstens empfehlen, und ich danke der Existenz, Tomáš, Lenka und meiner Familie, dass auch ich in die Dunkelheit eintauchen durfte.

Jakub

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